grüne Wagenplätze?

Am 14.04.2014 beschlagnahmte die Stadt Freiburg die Wägen der Wagengruppe “SAND IM GETRIEBE”.
Seit nun über 6 Monaten leben die Wägler/-innen in der prekären Situation der Wohnungslosigkeit.
Wenn “Sand im Getriebe” bis zum 13.10.2014 keinen Stellplatz hat, erfolgt die Verschrottung der Wägen.
Hauptinitiatorin dieser Politik ist die mehrheitlich Grüne Stadtregierung Freiburgs.

Am Samstag, dem 11.10.2014 trifft sich das Stadtparlament der Grünen Dresdens am Wettiner Platz 10 um 9:30 Uhr, welches im Wahlkampf der Stadtratswahlen mit einer aktzeptanten Freiraumpolitik geworben hat. Wir fordern von den grünen Stadträten in Dresden, sich eindeutig zum Geschehen in Freiburg zu positionieren und zeitgleich die Position betreffs der Freiraumpolitik in Dresden erneut zu bekräftigen und zur Praxis zu machen.

Wir rufen dazu auf, am 11.10.2014 um 9:30 Uhr am Wettiner Platz 10 zu sein, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen.

Mehr Platz für Freiräume in jeder Stadt!
Wir bleiben alle!

Freiraum Elbtal vor Gericht, am 23.9.2014

Freiraum Elbtal bleibt.

Am 23.9.2014 fand der zweite Verhandlungstag vor Gericht statt, bei dem die Rechtmäßigkeit der Zustellung der ersten Kündigung verhandelt wurde.

War der erste Gerichtstag mit einem Vergleich geendet, der im Nachgang aber von der Eigentümer Seite widerrufen wurde, gab es nun am 23.9. ein richterliches Urteil, demzufolge die zweite, rechtmäßige Kündigung, zum 31.12.2014 gerichtlich festgestellt wurde.

Also hat der Freiraum Elbtal bis zum 31.12.2014, Räumungsschutz, hat aber in Folge des Urteils, das Gelände am 31.12.2014 zu räumen.

Frau Regina Töberich (Geschäftsführerin Dresden Bau) und die Eigentümer haben bereits über die Medien angekündigt, den Räumungsbeschluss kurzfristig, bei Nichträumung der Fläche beantragen zu wollen.

Hat uns zwar das Urteil vom 23.9. juristisch einen dreimonatigen Aufschub beschert, so sind weitere juristische Mittel um die Räumung zu verhindern kaum mehr möglich. Umso bedeutender ist es, mit politischen Mitteln, einer öffentlichen Darstellung unserer Interessen, schlussendlich den Eigentümern deutlich zu machen, dass die bürgerschaftliche Öffentlichkeit, der Stadtrat, die Verwaltung der Stadt Dresden, der Verein Freiraum Elbtal, keine Notwendigkeit sehen, dass der Räumungstitel ausgeführt wird. Denn der Titel ist das Eine, und die Durchführung der Räumung der Eigentümer ist das Andere.

Nach den Fluterfahrungen von 2002 und 2013 dürfte eine Räumung ohnehin überflüssig sein, da das Gelände laut Koalition der neuen Stadtrats Mehrheit nicht bebaut werden soll.

Die Flut hat ein weiteres mal aufgezeigt, dass gerade geophysikalisch bedingt, unser Areal innerstädtisch als erstes unter Wasser steht. Gab es gegen USD´s Hafencity schon berechtigte Einwendungen, so müssen die Einwendungen gegen die Bebauung des Freiraum angesichts der Flutgefahr umso begründeter sein.

Wenn die nach der letzten Kommunalwahl zustande gekommene Mehrheit von Piraten, Grünen, SPD und Linken zu ihren Wahlkampfversprechen stehen, so habe sie jetzt die Gelegenheit sich für den Erhalt des Freiraum Elbtal zu entscheiden. So könnte beispielsweise ein Bestandsschutz für das Gelände und eine Nicht-Neubebauung beschlossen werden. Rechtsgrundlage könnte der Erhalt von Retentionsflächen sein.

Bei der Flut 2013 hat der Freiraum Elbtal vorbildlich gezeigt wie schnell und geordnet das Gelände verlassen wurde. So gelang es uns weit vor allen anderen die Fläche zu verlassen und Hab und Gut zu evakuieren.

Gerade die mobile Wagenplatznutzung in Kombination mit einer starken Gemeinschaft haben dazu beigetragen größeren Schaden zu vermeiden. Mobilitäts- und Gemeinschaftsaspekt haben gezeigt, dass auf diese Art und Weise die menschliche Nutzung mit den Naturgewalten vereinbar ist.

Wir haben den Gerichtstag genutzt und in einer bunten und friedlichen Demonstration unseren kulturellen Anspruch sprichwörtlich vor das Landgericht zu tragen. Der demonstrativen Aufzug mit historische Fahrzeugen, meist Lastkraftwagen die schon bei der Flut gute Dienste geleistet haben, einem handgezogenen Kleinkunstwagen und gegen Ende etwa 200 Teilnehmern. Während der Sitzungssaal bis zum letzten Platz gefüllt war, gab es vor dem Gerichtsgebäude eine Kundgebung mit anspruchsvollem Kleinkunstprogramm, Jongleure, Federballspiel und Kaffee und Tee. Nach der Verhandlung war es den Teilnehmern ein Bedürfnis in einer Demonstration in Richtung der Dresdner Neustadt zu ziehen um an diesem Tag ein weiteres mal öffentlichkeitswirksam unser Anliegen zu verbreiten. Akustische Musik und Kleinkunst gaben dem erfolgreichen Tag einen krönenden Abschluss.

Abschließend möchten wir uns bei allen Freunden und Unterstützern des Projektes, und bei der unbürokratischen Genehmigung der Demonstration durch das Ordnungsamt der Stadt Dresden, sowie ausdrücklich bei der sehr kooperativen Polizei bedanken.

23.09. Gerichtstag, Treffpunkt Freiraum

am 23.09 findet die zweite Gerichtsverhandlung zur Räumung statt.

Treffpunkt ab 11:30 im Freiraum, wir gehen zusammen zum Gericht. Alternativ könnt ihr auch 13:30 zum Gericht kommen, die Verhandlung ist ab 14:00.  Unsere Kundgebung vor dem Gericht ist voraussichtlich bis 16:00.

 

Alles verändert sich, wenn du es veränderst, doch du kannst nicht gewinnen, solange du alleine bist.

Deshalb kommt zahlreich und selber zum Freiraum bzw. Gericht am Sachsenplatz.

DER Offene Brief

Sehr geehrte Erbengemeinschaft Grumbt, sehr geehrte Frau Töberich.

Im Auftrag von (ja – von wem eigentlich?) wurde das Gericht angewiesen, den Freiraum Elbtal am 27.2. um 8:00 zu räumen.

Noch immer ist dem Verein und seinen Mitgliedern nicht klar, wer gegenwärtig der Eigentümer des Grundstücks ist.

Seit September 2013 liegen uns die Namen und Adressen der Grumbt’schen Erbengemeinschaft vor, den ehemaligen oder Noch-Eigentümern. Seither erhielten Sie regelmäßig Briefe von uns mit Informationen zu unserem Projekt und der Bitte um Gespräche. Auch haben wir immer wieder auf die Immobilien-Situation in Dresden hingewiesen, die es Kulturprojekten wie unserem sehr schwer macht, Räumlichkeiten und Grundstücke zu erwerben oder zu mieten. Dresden wächst und gedeiht, die Grundstückspreise sind rapide gestiegen. Es entstehen Wohnhäuser und Einkaufstempel. Nur für ehrenamtliche (Kultur)Projekte gibt es in dieser Stadt immer weniger Platz.

Leider erhielten wir auf unsere Briefe nie eine Antwort. Stattdessen wurden wir von Ihnen verklagt. Ihr Anwalt verhöhnte unsere Schreiben und forderte uns sogar mehrfach auf, derlei „Bettelbriefe“ zu unterlassen.

Nach wie vor ist der Freiraum Elbtal e.V. unermüdlich auf der Suche nach einem geeigneten Ausweichobjekt, in und auf dem er seine gemeinnützige Tätigkeit fortführen kann.

Wir brauchen einen Ort, an dem ein Wagenplatz existieren kann, auf dem wir Werkstätten und Ateliers nutzen und zur Verfügung stellen können. Auf dem wir mit unseren kleinen und großen Gästen gärtnern, musizieren, werkeln, lachen und in Gesellschaft Zeit verbringen können. An dem wir als Künstler, Kunsthandwerker und Erfinder unserer Tätigkeit nachgehen, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen und gleichzeitig Workshops und Werkstattage anbieten zu können.

Eine lebenswerte, gesunde Umwelt ist uns wichtig. Die Möglichkeit, sich selbst immer wieder neu zu erfinden und die Möglichkeit, sich als Teil einer Gemeinschaft zu empfinden, die oft mehr erreicht, als jede und jeder alleine.

Und das hat der Freiraum Elbtal e.V. jahrelang geschafft: Mit Recycling, Upcycling, viel Improvisation, ohne Honorar und immer gemeinschaftlich selbst-verwaltet. Dafür haben wir nie öffentliche Fördermittel beansprucht, alles in Eigenleistung gemeistert.

Dieser Ort war für uns bisher die Leipziger Straße 33a. Eine Ruine, die zehn Jahre lang brach und vermüllt lag. Hier haben wir uns den Freiraum Elbtal aufgebaut. Davon haben in den vergangenen Jahren tausende Dresdner_innen profitiert. Viele persönliche Erlebnisse und gemeinschaftliche Projekte sind hier entstanden, prägten den Ort und prägen alle, die daran beteiligt waren.

Soll das nun das Ende sein?

Wie wir und auch die Öffentlichkeit wissen, sind die Pläne für die geplante Bebauung des Grundstücks durch die Dresdenbau GmbH noch weit von ihrer Umsetzung entfernt.

Es ist auch fraglich, ob und in welcher Weise das Grundstück überhaupt „verwertet“ werden kann. Es liegt nicht nur im ausgewiesenen Überflutungsgebiet der Elbe, es ist just auch das am tiefsten gelegene Grundstück im Quartier – im Juni 2013 stand das Gelände bis zu 2,40m unter Wasser.

Der Stadtrat von Dresden stellte fest, dass im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung die Wohnbebauung der ufernahen Bereiche zukünftig keine politische Unterstützung erfahren wird. Dresden ist auf dem Weg, seine Politik zu ändern und dabei aus den Baufehlern anderer Kommunen zu lernen.

Wie auch immer diese politische Veränderung sich gestalten wird und was das für die Eigentümer der Grundstücke in Flutgebieten bedeuten wird.

Eins steht fest:

Auf dem Grundstück Leipziger Straße 33a werden noch lange keine Bagger rollen.

Wir glauben, dass unser eigenes Konzept einer möglichen weiteren Nutzung tragfähiger wäre, als eine voll versiegelte Wohnbebauung.

Natürlich wissen wir, dass unsere Träume an dieser Stelle Träume bleiben, solange über die endgültige Weiterverwertung der Immobilie nicht entschieden wurde.

Wäre das nicht zumindest besser, als eine leerstehende Brache, die wirklich niemandem etwas nützt?

Solange wir das Grundstück als Freiraum Elbtal nutzten, war und ist es lebendig. Keine Randale, keine weitere Vermüllung – das Gegenteil war der Fall. Es ist ein Platz für die Menschen von Dresden geworden.

Das alles könnte noch einige Jahre so sein, wenn Sie es zulassen.

Wir bitten Sie daher, von der Räumung des Grundstücks Leipziger Straße 33a zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen.

Gern können Sie uns erreichen, wir würden uns über ein Gespräch mit Ihnen nach wie vor sehr freuen.

Unter [———–] erreichen Sie die Sprecherin des Vereins, Stephanie Schulz.

Dieses Schreiben wurde als Offener Brief an die 10 Mitglieder der Erbengemeinschaft Grumbt, an Frau Töberich (Dresdenbau GmbH) sowie an die Presse versandt.

Mit freundlichen Grüßen, der Vorstand des Freiraum Elbtal e.V..

Thomas Herold, Martin Billert, Romy Backhaus und Jesse Langley

Kontakt Freiraum Elbtal

Stephanie Schulz

[————–]

[freiraum.elbtal@gmx.net]

Tunnel erhalten! Am 3. Februar 15:00 – 18:00

Freiraum in Gefahr. Wer kennt die Unterführung am Neustädter Markt noch? Als vielleicht noch einzige (?) Unterführung in Dresden sicherte sie Fußgängern die gefahrlose und verzögerungsfrei Unterquerung der Großen Meißner Straße. Mehr noch: Sie bot Skatern einen Freiraum zum Skaten, den sie sonst kaum noch finden. Und darum werden sie nun um “ihre” Unterführung” kämpfen. Seit der Flut 2013 ist sie gesperrt, die Sanierung stand an, mit Fluthilfemitteln. Nun allerdings soll sie zugeschüttet werden, so haben es CDU und die Grünen im Stadtrat beschlossen. Wir sagen: Tut es nicht! Nicht noch ein sinnloser Abriss, nicht noch ein Freiraum in Dresden, der verloren geht.

Also.. Tunnel erhalten! Am 03. Februar von 15 – 18 Uhr, wo? Na am Tunnel!

So, 25.1. Film+Diskussion “Verdrängung hat viele Gesichter” (Schauburg)

Gentrifizierung hat viele Gesichter und wird aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen – je nach dem, auf welche Weise der/die einzelne davon betroffen ist. Deshalb ist Kommunikation wichtig bei Stadt-Umbau-Prozessen. Sonst sind Konflikte vorprogrammiert.

Gentrifizierung “schön-reden” bringt nichts. Wo Menschen gegen ihren Willen verdrängt werden, gibt es Verlierer_innen.

Für den 25.1. 16:00 möchten wir Euch diesen Kulturbeitrag ans Herz legen. Mit Film und Diskussion in der Schauburg Dresden. Trailer:

für weitere Infos schaut hier: http://www.schauburg-dresden.de/index.php?page=va&va_id=21712

https://berlingentrification.wordpress.com/

22.1. im Stadtrat: Die Bebauung des Freiraum Elbtal sowie weiterer Flächen im Flutgebiet wird beschlossen

Die Flut 2013 ist erst 1,5 Jahre her – da stand der Freiraum Elbtal bis zu 2,5m unter Wasser. 2002 gabs das angebliche “Jahrhunderthochwasser” und auch in den Jahren dazwischen wurde das Gelände zweimal geflutet (2006 und 2011, wenn auch nicht ganz so verheerend). Nicht umsonst liegt das Grundstück im ausgewiesenen Überflutungsgebiet der Elbe. Eigentlich dürfen Flutgebiete gar nicht bebaut werden, so stehts im bundesweiten Hochwasserschutzgesetz (2005). Und dennoch plant eine Firma genau hier die Errichtung von hunderten von (Luxus-)Wohnungen. Dafür soll der Freiraum Elbtal weichen, obwohl selbst im wahnwitzigsten Fall der Baubeginn frühestens in einigen Jahren stattfinden würde. Sollte der Freiraum Elbtal geräumt werden, dann weicht er einer bestenfalls zum kleinsten Teil bebaubaren Brache. Und der Freiraum? Eine Kulturoase würde ersatzlos aus dem Dresdner Stadtbild verschwinden.

Im Stadtrat am kommenden Donnerstag wird über die Bauprojekte “Hafencity Dresden” und “Marina Garden” beschlossen. Wir hoffen, die Politik entscheidet klug und verhindert eine Bausünde, die schon jetzt über die Stadtgrenzen von Dresden hinaus kritisiert wird.

Näheres und weiteres findet Ihr auf dem Blog der Initiative “Elbraum für alle – STOPPT Hafencity”. Wir werden da sein. Wer noch?

kommegleichwiederWEB

Leipziger Straße 33A 01097 Dresden, Nähe Puschkinplatz

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