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Der Ortsbeirat Neustadt hat sich mit großer Einmütigkeit für den Masterplan Neustädter Hafen ausgesprochen, der unter dem Namen Hafencity bekannt geworden ist. Dabei geht es um hochwertige Wohnbebauung nahe der Elbe und einen Schwerpunkt für Gewerbe in der nördlichen Zone.

Matthias Flörke vom Planungsamt machte bei der Präsentation darauf aufmerksam, dass es sich um einen langfristigen Strategieplan handele, nicht um ein kurzfristiges Projekt. Die Umsetzung sei in Stufen geplant und könne sich bis 2050 hinziehen.

Zu Mehrfach geäusserten Bedenken, dass das bis zur Bahnstrecke reichende Gelände teilweise im Überschwemmungbereich der Elbe liege, sagte Flörke, das sei lösbar. So könnten die Häuser mit Durchflutungskellern ausgestattet werden. Außerdem könne etwas weiter elbabwärts zusätzlicheer Retentionsraum angeboten werden. Für die Leipziger Strasse sei sogar ein teilweiser Schutz vor Überflutungen wie im Jahre 2002 durch niedrige Mauern im Gespräch.

Flörke betonte, dass die Uferzone in jedem Falle für die Öffentlichkeit freigehalten werden solle. Für die erste Phase nannte er die Anlage von Grünzügen als Rahmen der weiteren Bebauung. Für das Projekt soll der Bebauungsplan zum alten Keramik-Gelände aufgehoben werden. Es steht heute im Ortsbeirat Pieschen auf der Tagesordnung. |[öse :: SächsZeitung :: 10.11.09

 

Grüne Ortsbeiräte für Hafencity!
Vorhaben Leipziger Vorstadt – Neustädter Hafen

Lange von zahlreichen interessierten Gästen erwartet, stellte Herr Flörke vom Stadtplanungsamt zu später Stunde den Masterplan und die damit verbundenen Bebauungsplanänderungen für die Leipziger Vorstadt vor. Er betonte, dass der Masterplan ein strategisches Ziel, kein planerisches Faktum und die Realisierung erst für 2020-2050 absehbar sei … Das Vorhaben erfolgt laut seiner Auskunft in enger Abstimmung mit dem Hochwasserschutz und dient der Aufwertung dieses innenstadtnahen Bereiches, bei dem öffentliche Nutzung, Schaffung von Grünbereichen und eine „Kulturspange“ von Schlachthofgelände bis Citybeach im Vordergrund stehen. Der Bereich südlich der Leipziger Straße soll vornehmlich Wohngebiet werden, der nördliche Bereich verstärkt Gewerbeansiedlung, auch um den kulturellen Institutionen (Schlachthof etc.) ihre akustische Freiheit zu lassen. Der Leipziger Bahnhof soll als Kulturdenkmal bevorzugt der Nutzung durch das Verkehrsmuseum zugeführt werden.

Der Ortsbeirat begrüßte die Entwicklung und stimmte mit Ausnahme der LINKEn den entsprechenden Anträgen zu. Ergänzend wurde ein Antrag von Johannes Lichdi (B90/GRÜNE), in dem Forderungen für die zukünftige Gestaltung des Bereichs formuliert sind (Naturnähe, öffentliche Nutzung, hochwasserneutrale Bebauung und Ausgleich des Retentionsflächenverlustes, Abriss des Heizhauses des Arzneimittelwerkes, kleinteilige Bebauung im Passivhausstandard) mehrheitlich angenommen.

Hier ein Aufruf gegen die Hafencity zu finden bei http://www.lingoworks.de/area-zero.html

No Hafen City Dresden! Die Stadt Dresden plant wieder mal GanzGroßes. Nachdem der Welterbetitel verzockt und ein einmaliges Stück Elbtal bereits zerstört und zubetoniert wurde, gehen die aberwitzigen Phantasien des Stadtplanungsamts in eine neue Runde. Nach der so berauschten Utopie von einem Tunnel unterm Blauen Wunder, offerieren uns die Stadtplaner dieser Tage ein weiteres „dolles Ding“ aus ihrer arg „verschneiten“ Klapperkiste (Hirn, d.A.): Hafen-City – Der Ausbau des Neustädter Hafens zur Wohn- und Geschäftswelt. „Groß, Protzig und Teuer“ – so das Motto. In bester Elblage mit herrlichsten Blick. Wenn scherts, wenn „Hippis weggebaggert“ und weitere Teile der Elblandschaft „zur Sau gemacht“ werden. Da entsteht nachhaltiger Elbflorenz-Flavor vom feinsten.

Die Folgen dieses (evtl.n) Unterfangens trähhfen diesmal nicht nur (mal wieder) Mutter Natur/Landschaft, sondern auch einige hundert Menschen, welche auf dem Areal leben, schaffen, arbeiten oder Gurken züchten. Kulturelle und Soziale Projekte sind genauso in Gefahr, wie Kleingärtner, Künstler, Handwerker und Wagenburgler und … einer der schönsten Flecken dieser Stadt. Hier soll, ganz neo-liberalitärdingsda, eine kulturell-urbane Biosphäre der antibakteriellen Einöde der Arbeits- und Lebenswelt des 21.Jahrhundert weichen. Das wird bestimmt ein ganz großer Wurf…

3 thoughts on “Nachrichten”

  1. Hallo junger Freund,
    das Hafenareal ist verdreckt?wann waren sie denn dort?es gibt eine Menge Leute die jeden Tag bemüht sind ihr Gelände von Anglern ,Fahradfahrern und Wanderer-Müll zu befreien!ein friedliches Miteinander von allen Anreinern,was ist daran verdreckt?es ist schade das das Areal Hafenhallen brach liegt,aber ob man des wegen eine überzogene Haffencity braucht,sei dahin gestellt! mfG YH

  2. Liebe Freunde,

    ich empfehle das Areal mit etwas Abstand zu betrachten. Es handelt sich um eine verdrecktes, von bröckelnder Altbausubstanz durchzogenes Gebiet.

    Wer sich Esel halten möchte, soll auf’s Land ziehen. Dresden ist eine Stadt, eine sehr schöne Stadt mit ein paar verdreckten Ecken, wie z.B. das Eselgebiet. Es wird Zeit das hier etwas neues entsteht.

    Dresdner Bürger haben oftmals Angst vor Neuem. Sie sind sehr eingebildet auf Ihre Stadt. Lasst uns nicht den Anschluss verpassen!!

    1. lieber alexander, lieber freund.

      eine sache mit abstand zu betrachten, muss nicht zwangsläufig bedeuten, sie mit weniger liebevollen augen zu sehen.
      möglichkeiten und potentiale entfalten sich im besten falle dort, wo sie entstehen.
      sicher wäre es eine interessante und für dresden bereichernde initiative, unser vereins-projekt in einem gebäude wie der gläsernen manufaktur anzusiedeln. ich vermute jedoch einige schwierigkeiten, die dresdner regierung und den vorstand des VW-werks für diese idee zu begeistern. im allgemeinen sehe ich das mangelnde verständnis dafür, dass zukunftsorientiertes umdenken und visionieren unabhängig von kommerziellen und technoiden interessen stattfinden muss. Ihnen ist sicher bekannt, dass gelder für die pflege von sozialen und bürger-initiierten aktivitäten seit jahren schon gekürzt, gestrichen und vorenthalten werden. solange sich dies nicht ändert, werden entsprechende initiativen in den „dreckecken“ dresdens zu finden sein und leider nicht auf dem marktplatz, wo sie vielleicht besser untergebracht wären.
      eine möglichkeit der verbesserung dieses zustands wäre die finanzielle subventionierung aus der industrie, da der staat eben kein geld mehr hat, wie wir alle wissen. für entsprechende hinweise in dieser oder ähnlicher hinsicht wären Ihnen eine menge aktiver leute dankbar, die die welt verbessern wollen und dafür alles potential und geld mobilisieren, das sie aufbringen können.

      kleine korrektur: bei „unserem“ gelände handelt es sich nicht um das eselsnest, das sich ca. 200m elbabwärts befindet. ob die tier dort artgerecht behandelt werden, kann ich nicht beurteilen. die tiere wirken auf mich gesund und ausgeglichen. darüberhinaus bietet das elselsnest seit jahren schon ein reiches angebot an aktivitäten für kinder und eltern, die sich gern in inspirierender und menschen- sowie tierfreundlicher umgebung aufhalten und engagieren.

      die ziele und projekte des freiraum elbtal e.V. richten sich aus auf die gemeinschaftliche nutzung von selbst-organisierten werkstätten, pflege von gemeinschaftlichen strukturen und lebensformen, die bereitstellung und nutzung von räumen für zukunftsorientierte/visionäre diskussionen, lehr- und lernformen.
      darüberhinaus renaturieren und resozialisieren wir eine ehemalige industriebrache. wir propagieren die umnutzung des bereits vorhandenen gebäudepotentials als alternative zu kostenintesivem abriss und einer neubebauung, die nicht zwangsläufig zu fortschritt und einer lebenswürdigen zukunft führen müssen. dafür gibt es genügend beispiele.
      umbau und der wille zum fortschritt müssen zuerst in den köpfen der menschen/ dresdner bürger entstehen, bevor entsprechende pläne auf dem reissbrett dies leisten können.
      für dieses umdenken und „besser“-denken setzen wir uns sehr ein und möchten unseren beitrag dazu leisten, dass künftige neu- und umbauten in dresden diesem wunsch nach einer lebenswerten zukunft gerecht werden.

      ich danke Ihnen sehr für Ihren kommentar und laden Sie herzlich ein, zu unserem aktions- und infotag am 22.oktober zu kommen. das programm dazu finden Sie in kürze auf unsere homepage. dort wird gelegenheit sein, uns gemeinsam über eine lebenswerte zukunft und den weg dorthin auseinanderzusetzen.

      jacqueline muth vom freiraum elbtal e.V.

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