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QUERBEET am 19. Dezember im alten Pumpenhaus

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Freiraum Elbtal bleibt!

Der Freiraum Elbtal ist in seiner Existenz bedroht. Es gibt zwei grobe Konflikt-Felder:

1. Das derzeit gemietete Grundstück soll an den Investor Dresdenbau GmbH verkauft werden. Geplant ist, hier eine hochpreisige Wohnanlage zu errichten. Derzeit steht in Frage, ob das Grundstück zu diesem Zweck überhaupt verwertet werden darf, da es sich im Flutgebiet der Elbe befindet. Erst wenn die Ergebnisse des Hochwassers im Juni 2013 ausgewertet worden sind (erwartet für März 2014), entscheidet der Stadtrat erneut, ob eine Neu-Bebauung der Elbwiesen überhaupt erlaubt wird oder ob der Traum vom Luxusquartier in Flusslage platzt. Schon jetzt haben Instanzen wie die Landestalsperrenverwaltung und der NABU Veto gegen die geplanten Wohn-Neubauten im Flutgebiet eingelegt, das Sächsische Ministerium hält das Bauprojekt für nicht-genehmigungs-fähig. Jedoch hat der Dresdner Stadtrat hier das letzte Wort.

Noch ist also nicht geklärt, ob im Flutgebiet der Elbe überhaupt gebaut werden darf. Zum jetzigen Zeitpunkt ist also auch das Grundstück an der Leipziger Straße 33A für die Immobilienbranche nicht verwertbar.

Zu Juni 2013 wurde dem Freiraum Elbtal der Mietvertrag gekündigt. Im Oktober wurde dem Verein von den Eigentümern eine Räumungsklage zugestellt. Wenn wir es nicht abwenden können, wird der Verein sich am 29.4. 2014 vor dem Landgericht in Dresden verantworten müssen.

2. Bezahlbare Räume für Vereine und Initiativen werden knapp in Dresden. Trotz Suche und Bemühungen konnte bisher in Dresden keine vergleichbare Ersatzfläche für das Projekt gefunden werden. Da Dresden schuldenfrei bleiben will, verkauft das Liegenschaftsamt ALLE noch brachliegenden städtischen Grundstücke. Ganz klar sagte Finanzbürgermeister Vorjohann Mitte 2013 auf Anfrage der IG-Freiräume:  die Stadt Dresden vermietet keine städtischen Objekte mehr an Initiativen und Vereine. die Ziellinie sei es, in 6 Jahren alle Grundstücke auf dem Immobilienmarkt verkauft zu haben.
Auf dem privaten Grundstücksmarkt sieht es noch gruseliger aus: das derzeit boomende Immobilien-Geschäft hat die Grundstückspreise und auch die Mieten derart in die Höhe getrieben (und treibt sie noch), dass hier außer einer nicht-akzeptablen Kurzzeit-Zwischennutzung keine bezahlbare Alternative zu finden ist. Da sich in Sachen Mieten-Politik und Kultur-Sucht-Raum einiges in Bewegung gesetzt hat in Dresden, ist eine politische Lösung des Raumproblems für den Freiraum Elbtal wie für zahlreiche andere Projekte und Initiativen vielleicht absehbar. Allerdings braucht das noch etwas Zeit. Also schon eine Weiternutzung des Grundstücks für das Projekt von 1 -2 Jahren könnte die Existenz des Freiraums sichern. Darum geht der Freiraum Elbtal davon aus, dass es eine mittelfristige Lösung geben kann, die für beide Seiten akzeptabel ist. Nötig dazu ist allerdings die direkte Kommunikation zwischen den Grundstückseigentümern und dem Verein. Und daran hapert es leider gerade (noch) gewaltig.

Was können wir tun?

Wenn Euch dieses Thema „Freiräume“ beschäftigt, engagiert Euch in der stadtweiten Vernetzung von selbstorganisierten, nicht-profitorientierten Projekten: der Interessengemeinschaft Freiräume. Informationen zur IG freiräume, und zu weiteren Projekten von denen viele unter erheblichem Druck stehen oder bereits geschlossen sind, findet ihr auf der Seite: freiraum.fueralle.org.

Zur aktuellen Lage

Unser 12.500 Quadratmeter großes Freiraumprojekt droht Opfer einer Stadtentwicklung zu werden, die durch Profitinteressen geleitet ist. Alle unsere menschlichen Grundbedürfnisse werden von gewählten Repräsentant_Innen auf den freien Markt feilgeboten. Egal ob Wasser, Wohnen, Nahrung. Wir sind alle Spekulation und Profitinteressen ausgesetzt. Energiekosten, Mieten und Lebensmittelpreise steigen, weil wenige reiche Aktionäre von Großkonzernen ein luxuriöses Leben auf Kosten anderer leben.

Global gesehen geht es uns auf dem Freiraum noch verhältnismäßig „gut“. Während andernorts Menschen durch steigende Nahrungsmittelpreise verhungern, verlieren wir „nur“ unsere soziale und kulturelle Heimat. Wir bleiben am Leben, verlieren aber den Raum für zwischenmenschliche Beziehungen, die Möglichkeit sich kulturell auszudrücken und letztlich ganze Daseins- und Lebenswelten. Jedoch gehören solche Orte zu einer lebendigen und lebenswerten Stadt, wie ein Mensch die Luft zum Atmen braucht.

18.1. Ausstellung zum Neustädter Hafen im Eselnest

Am 18.1. ab 18:00 im Eselnest, Eisenberger Straße 2a (ca. 400m vom Freiraum Elbtal entfernt)

Ausstellungseröffnung „Impressionen Neustädter Hafen“

Silvio Colditz fotografiert: Im Novembermorgennebel, bei minus 20 Grad im Schnee oder 35 Grad im Schatten in der Sonne oder bei Regen, wenn er einen Unterstand findet. Schmetterlinge, Vögel, alles was vier Beine hat oder sechs oder acht, wenn die Sonne günstig steht auch Fische, manchmal Bäume und oft Wasser. Entlang der Elbe, an der Prießnitz, auf dem Heller oder in der Dresdner Heide und besonders gern auch im Areal des Neustädter Hafen. Diese nur wenige Hektar große Oase mitten in der Stadt, beherbergt (auch im Zusammenspiel mit dem auf der anderen Elbseite gelegenen Ostragehege) eine für Dresden erstaunliche Vielzahl verschiedener Arten, dauerhafte Bewohner und temporäre Gäste. Neben dem Elbbiber, sind es vor allem zahlreiche Vogelarten, die hier im dichten Ufergestrüpp einen Nistplatz finden. Neben vielen bekannteren Kulturfolgern, können aber auch, u.a. Fischreiher, Schellente und Eisvogel oder im Winter immer wieder Haubentaucher beobachtet werden.

Aus tausenden von Bildern, die in den letzten beiden Jahren in diesem Areal entstanden sind, hat Silvio Colditz eine kleine persönliche Auswahl getroffen, die ab dem 18. Januar für die nächsten Wochen im Eselnest auf der Eisenberger Straße 2a zu besichtigen sein werden. Wenn man ihn fragt, wird er zu jedem Bild noch eine kleine Geschichte erzählen.

Wir möchten Euch herzlich zur Ausstellungseröffnung „Impressionen Neustädter Hafen“ am 18.1.2014 um 18 Uhr ins Eselnest einladen. Musik: silvio colditz (Akustikfingerstylegitarre)

Schon ab 17 Uhr „Einer“ Schaukästenkastengeschte nach einer Erzählung von Christine Nöstlinger, live illustriert von Anne Ibelings. Worte: Christiane Guhr.

Das Eselnest und Silvio Colditz

mehr unter www.anotherlostplace.blogspot.com

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Soliparty im Wums Fr, 17.1.

Soliparty für den Freiraum Elbtal17.1. ab 20:00  im Wums (Löbtau)

* Teppichbodendisco (DD)

* Remmi-Demmi-Kücken (DD)

* Käpt’n Blauschimmel  und die Süßwassermatrosen (Cb)

* weitertanzen mit: Balkanbeaz (Sklavenhändler, Cb)

Eintritt: Spende

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Neustadt-Art-Festival 27. – 29.9.

Den Auftakt zur Idee dieses spätsommerlichen Kulturfestivals machte eine Gruppe von Menschen, die auf einer Wiese nahe der Prießnitz saß und sich darüber klar wurden, dass diese Wiese, aber auch andere Plätze der Umgebung, in naher Zukunft vielleicht nicht mehr Teil einer freien gemeinsam gestaltbaren Fläche sein würden.
Im September 2012 fand so das erste Neustadt-Art-Festival statt und wurde ein riesen Erfolg. Über 1500 Besucher.innen folgten dem Ruf eines Festivals, das sich als kompromislos non-profit versteht und dies auch nicht zu ändern gedenkt. >mehr

Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Künstler.innen den verwunschenen Priesnitz-Pfad in eine wundersame Gesamtinstallation verwandeln. Zusätzlich wird es Workshops, Konzerte und Ausstellungen geben an verschiedenen Orten im näheren Umfeld. >mehr

Orte, an denen das NAF 2013 stattfindet:

NAF-karte